Das verschobene Firmenjubiläum

95 Jahre Kurmann AG Bauunternehmung Geiss, 1925 bis 2020

Es sollte ein besonderes Jahr werden. Die Firmenfeier zum 95-jährigen Jubiläum ist geplant, das Datum einer mehrtägigen Reise mit allen Mitarbeitenden ist gebucht und steht kurz vor der Vorankündigung und Information an die Belegschaft

Aber es kommt anders als gewünscht. Der Lockdown vom 16. März 2020 macht alle Jubiläumspläne zunichte, insbesondere weil der Flugverkehr europaweit sehr stark eingeschränkt wurde.

Stolz und mit Freude hätte die 3. Generation gemeinsam mit allen Mitarbeitenden das Jubiläum, des im Jahre 1925 gegründete Bauunternehmen gefeiert. In der 95-jährigen Unternehmergeschichte sind viele wirtschaftliche Veränderungen, Betriebsanpassungen und Herausforderungen zusammengekommen. Stark verändert hat sich die Anzahl Mitarbeiter/innen, sie wuchs von damals 2 Personen auf über 50 Personen an. Geblieben sind das umfassende Fachwissen, der enorme Erfahrungswert und der grosse Berufsstolz – Bausteine des starken Firmenfundamentes. Unzählige Bauwerke sind während dieser Zeitspanne in der Gemeinde Menznau und weit über die Kantonsgrenze Luzern hinaus realisiert und gebaut worden. Eine Vielzahl von Referenzen bestätigen die Leistungsfähigkeit und das Qualitätsverständnis der Unternehmung.

Was über 95 Jahre Bestand hat, lässt sich auch durch die gegenwärtige Pandemie nicht stoppen oder hindern. Motiviert und voller Elan blickt die Kurmann AG und Fischer AG gespannt der Zukunft entgegen. Den nächsten «runden Geburtstag» will das Unternehmen ausgiebig feiern – sagt der Chef.

Jahresrückblick 2020 Kurmann AG und Fischer AG Bauunternehmungen

Beide Unternehmen starten mit Tatendrang und Kraft in das neue Geschäftsjahr. Das Arbeitsvolumen ist vielversprechend, die beiden Firmen verfügen über gut gefüllte Auftragsbücher. Baustellen wie die drei Mehrfamilienhäuser in Oberkirch,

eine Überbauung in Zofingen sowie zwei Mehrfamilienhäuser in Menznau dominieren das Jahrestagesgeschäft. Rund die Hälfte aller Mitarbeitenden sind das ganze Jahr auf diesen vier Baustellen beschäftigt.

Im Februar 2020 berichten verschiedene Zeitungen und Fernsehbeiträge von einem neuen Virus aus China. Niemand glaubte damals, dass sich diese Bedrohung in Europa so schnell ausbreiten und überhand gewinnen würde. Im Unterschied zu den Dienstleistungsbetrieben und Schulen trifft der Lockdown das Baugewerbe nur bedingt.

Die vom BAG verhängten Covid-19 Massnahmen werden rasch befolgt und umgesetzt. Mit den direkten Auswirkungen der Pandemie kann die Belegschaft vorerst gut umgehen. Der schweizerische Baumeisterverband will mit allen Mitteln ein Einstellen der Bautätigkeiten verhindern.

Den Mitarbeitenden beider Bauunternehmungen gelingt es über den ganzen Sommer einen halbwegs «normalen» Arbeitsalltag aufrecht zu halten. Zunehmend macht sich die Geschäftsleitung um die Gesundheit der Mitarbeitenden Sorgen. Die Betriebsleitung entscheidet im Mai 2020 mehrere sognannte Risikopersonen vorsichtshalber und zu ihrem Schutze nicht arbeiten zu lassen. Eine kurze Zeit schien es, dass die Pandemie in Schach gehalten werden kann, sodass während

den Sommermonaten und bis zum Jahresende auf den Baustellen gearbeitet werden kann. Die hohe Flexibilität, die von allen Mitarbeitenden verlangt wird, macht beinahe Unmögliches möglich. Oder wie es der Chef jeweils ausdrückt: «Das goht de scho». Umso erfreulicher ist der positive Geschäftsverlauf zu werten. Ein Zitat von -Elie Wiesel, erklärt den Betriebserfolg und trifft die Unternehmerphilosophie im Kern. «Niemand von uns kann so viel bewirken wie wir alle miteinander».

Kurzer Jahresausblick

Im Januar 2021 wird die Kurmann AG, den längst geplanten und mehrmals verschobenen Werkhofneubau in Geiss in Angriff nehmen. Die Weiterentwicklung des Unternehmens ist damit langfristig gesichert und die Zielsetzungen sind klar definiert. Das Tagesgeschäft wird durch die Arbeiten am Neubau nicht tangiert, bereits bestehende und terminierte Aufträge können planmässig ausgeführt werden. Auf die beiden Unternehmen wartet im Jahr 2021 viel Arbeit. Packen wir es an!

Medienbericht